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Rechteckvordach oder Pultvordach: Welche Form und Farbe passt zu Ihrer Haustür?

Rechteckvordach oder Pultvordach: Welche Form und Farbe passt zu Ihrer Haustür?

, Von Anas Ouaari, 9 min Lesezeit

Von Christian Richter · Deutsche Kunststoffbedachungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Kurz gesagt: Ein Rechteckvordach ist die kubische, moderne Lösung mit geschlossenem Alu-Rahmen, integrierter Rinne und blickdichter oder halbtransparenter Eindeckung – ideal für Neubauten mit anthrazitfarbenen Fenstern und Türen. Ein Pultvordach ist die leichte, offene Variante aus Edelstahlträgern und klarem Acrylglas, die sich unauffällig an fast jede Fassade anpasst und meist günstiger ist. Welche Form zu Ihrem Haus passt, hängt von der Architektur, der Farbe von Haustür und Fenstern und davon ab, wie viel Schutz Sie sich wünschen. Wir zeigen die Unterschiede – und worauf Sie bei Farbe und Größe achten sollten.

Rechteckvordach: Kubisch, geschlossen, modern

Das Rechteckvordach – oft auch Flachvordach oder Kubus-Vordach genannt – besteht aus einem umlaufenden, pulverbeschichteten Aluminiumrahmen mit flacher Eindeckung. Von vorn wirkt es wie ein schmaler, geschlossener Balken, der aus der Fassade hervortritt. Die Regenrinne ist in den Rahmen integriert, das Wasser läuft über einen Wasserspeier links oder rechts ab. Das ergibt eine ruhige, aufgeräumte Optik ohne sichtbare Träger oder Rinnen.

In unserem Sortiment finden Sie Rechteckvordächer in mehreren Ausführungen: Das Modell London (Anthrazit oder Weiß) mit einer 16 mm ZEBRA-Stegplatte als Eindeckung, die durch ihre Längsstreifen einen dezenten 3D-Effekt erzeugt; das Modell München in Anthrazit mit wahlweise Seitenteil und Bewegungsmelder; und das Premium-Modell Stockholm, auch mit Seitenteil als Wind- und Regenschutz.

Stärken des Rechteckvordachs:

  • Architektur: Passt zu Neubauten, Flachdach- und Bauhaus-Stil, Putzfassaden mit anthrazitfarbenen Fenstern.
  • Wetterschutz: Durch die geschlossene Bauweise mit 90 cm Tiefe bleiben Haustür und Klingel gut geschützt; mit Seitenteil auch bei Schlagregen von der Seite.
  • Erweiterbar: Seitenteil, LED-Beleuchtung und Bewegungsmelder lassen sich je nach Modell integrieren.
  • Pflegeleicht: Der Rahmen ist pulverbeschichtet und wartungsarm, die Stegplatte hagelsicher.

Pultvordach: Leicht, transparent, klassisch

Das Pultvordach ist die schlanke Variante: Zwei oder drei Edelstahlträger – gerade oder geschwungen – tragen eine leicht geneigte Acrylglasplatte. Das Wasser läuft über die Neigung nach vorn in eine schmale Alu-Regenrinne mit verdecktem Ablauf. Da die Eindeckung klar oder satiniert ist, bleibt der Eingang hell, und das Vordach tritt optisch in den Hintergrund.

Bei uns finden Sie Pultvordächer wie Monaco, Dublin, Wien, Rom, London und Athen – in Breiten zwischen 150 und 270 cm, mit klarem oder weiß satiniertem Acrylglas und Edelstahlträgern in matt. Alle Modelle sind TÜV-zertifiziert nach DIN EN 1090-1 und werden mit komplettem Montagezubehör und Alu-Wandanschlussprofil geliefert.

Stärken des Pultvordachs:

  • Vielseitig: Passt zu Altbau, Klinker, Putz und Holz gleichermaßen, weil es kaum Eigenfarbe mitbringt.
  • Hell: Klares Acrylglas lässt Licht in den Eingangsbereich und auf Fenster neben der Tür.
  • Günstiger Einstieg: Die kompakten 150-cm-Modelle beginnen bei 369 € bis 419 €.
  • Selbstreinigend: Durch die Neigung spült Regen Laub und Staub nach vorn in die Rinne.
Kriterium Rechteckvordach Pultvordach
Optik kubisch, geschlossen leicht, transparent
Passt zu Neubau, Bauhaus, Anthrazit Altbau, Klinker, alle Farben
Eindeckung Stegplatte 16 mm (ZEBRA) Acrylglas 4 mm klar/satiniert
Entwässerung integrierte Rinne, Speier seitlich Rinne vorn, verdeckter Ablauf
Seitenteil möglich ja (München, Stockholm) Seitenblenden bei einigen Modellen
Preis ab 649 € (London, 160 cm) 369 € (Dublin, 150 cm)

Welche Farbe: Anthrazit, Weiß oder Edelstahl?

Die Faustregel lautet: Das Vordach nimmt die Farbe von Haustür oder Fenstern auf – nicht die der Fassade. So entsteht eine ruhige Einheit aus Tür, Fenstern und Vordach vor dem hellen Putz.

  • Anthrazit (RAL 7016): Die meistgewählte Farbe, weil die meisten neuen Haustüren und Fenster anthrazit sind. Ein Rechteckvordach in Anthrazit wirkt wie ein Teil der Tür.
  • Weiß (RAL 9016): Passt zu weißen Kunststofffenstern und hellen Türen; lässt kleine Eingänge freundlicher wirken.
  • Edelstahl matt: Neutral und zeitlos – die Wahl beim Pultvordach, wenn es zu keiner bestimmten Farbe passen muss oder Edelstahl-Details (Briefkasten, Klingel, Hausnummer) vorhanden sind.

Bei der Eindeckung gilt: Klar lässt am meisten Licht durch, zeigt aber auch Laub und Tropfen von unten; weiß satiniert oder die ZEBRA-Stegplatte kaschieren Schmutz und wirken von unten ruhiger.

Welche Größe: Breite und Tiefe richtig wählen

Ein Vordach sollte die Haustür auf beiden Seiten deutlich überragen – als Faustregel je Seite mindestens 20 bis 30 cm mehr als die Türbreite. Bei einer üblichen Haustür mit rund 100 cm Breite ist ein 150- bis 160-cm-Vordach die kompakte Wahl; 190 bis 200 cm bieten spürbar mehr Schutz beim Schlüsselsuchen, und ab 270 cm lassen sich auch Seitenteile oder eine Sitzbank unterbringen. Die Tiefe von 90 bis 95 cm ist bei allen Modellen so gewählt, dass die Tür auch bei leichtem Regen trocken bleibt, ohne dass das Vordach zu weit in den Weg ragt.

Wie hoch das Vordach über der Tür sitzt und wie es an Ihrer Wand verankert wird, hängt vom Wandaufbau ab – Mauerwerk, gedämmte Fassade oder Holzständerwand brauchen jeweils andere Befestigungen. Das klären wir gern vorab mit Ihnen: kostenfrei unter 0800 000 1766 oder per E-Mail an info@dk-bedachungen.de.

Hinweis: Kleine Haustür-Vordächer sind in den meisten Bundesländern genehmigungsfrei. Ragt das Vordach jedoch über den Gehweg oder liegt Ihr Haus unter Denkmalschutz, fragen Sie vorher beim Bauamt nach. Mieter benötigen das schriftliche Einverständnis des Vermieters.

Entscheidungshilfe in drei Fragen

  1. Wie sieht Ihre Haustür aus? Modern, flächenbündig, anthrazit oder dunkel: Rechteckvordach. Klassisch, mit Glasausschnitt oder Holz: Pultvordach.
  2. Wie viel Schutz brauchen Sie? Wetterseite mit Schlagregen: Rechteckvordach mit Seitenteil. Geschützte Lage oder überdachter Vorbau: Pultvordach reicht.
  3. Wie soll der Eingang wirken? Markant und architektonisch: Rechteck. Zurückhaltend und hell: Pult.

Tipp aus der Montage: Prüfen Sie vor der Bestellung, wohin das Regenwasser laufen soll. Beim Rechteckvordach wählen Sie den Wasserspeier links oder rechts – er sollte auf der Seite liegen, an der kein Fenster, keine Klingel und kein Weg direkt darunter liegt. Beim Pultvordach läuft das Wasser vorn ab; hier hilft ein kleiner Kiesstreifen oder Gully vor der Türschwelle gegen Spritzwasser.

Was kosten Rechteck- und Pultvordächer?

Die Pultvordächer beginnen bei 369 € (Dublin, 150 cm) bzw. 399 € (Monaco, 150 × 95 cm, klar); Monaco in 270 cm Breite kostet 699 € (klar) oder 759 € (weiß satiniert). Das Rechteckvordach London in Anthrazit oder Weiß kostet 649 € (160 cm) bzw. 749 € (200 cm), das Modell München beginnt bei 890 €, Stockholm bei 1.390 € und mit Seitenteil bei 2.590 €. Alle Modelle werden mit Montagezubehör geliefert (Preise Stand September 2026).

Häufige Fragen

Ist ein Rechteckvordach stabiler als ein Pultvordach?+

Beide Bauformen sind TÜV-zertifiziert nach DIN EN 1090-1 und für den Einsatz an der Haustür ausgelegt. Der Unterschied liegt in der Optik und im Seitenschutz, nicht in der Tragfähigkeit. Bei Fragen zu Ihrer Region beraten wir Sie gern.

Kann ich ein Pultvordach später um ein Seitenteil ergänzen?+

Bei einigen Pultvordächern sind Seitenblenden erhältlich. Wer von Anfang an einen geschlossenen Windschutz möchte, ist mit einem Rechteckvordach mit Seitenteil (München oder Stockholm) besser beraten.

Welche Farbe passt zu einer anthrazitfarbenen Haustür?+

Ein Rechteckvordach in Anthrazit RAL 7016 – es nimmt exakt den Farbton moderner Haustüren und Fenster auf. Alternativ ein Pultvordach mit Edelstahlträgern, das farblich neutral bleibt.

Wie breit sollte das Vordach mindestens sein?+

Rechnen Sie mit der Türbreite plus je Seite 20 bis 30 cm. Für eine normale Haustür sind 150 bis 160 cm die kompakte Lösung, 190 bis 200 cm bieten deutlich mehr Schutz.

Klar oder satiniert – was ist von unten schöner?+

Klar ist heller, zeigt aber Laub und Wassertropfen von unten. Satiniert oder die ZEBRA-Stegplatte kaschieren Schmutz und wirken von unten gleichmäßig ruhig – die pflegeleichtere Wahl bei Bäumen in der Nähe.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere anwendungstechnische Beratung nur als unverbindliche Unterstützung dient. Für die fachgerechte Anwendung und Verarbeitung unserer Produkte ist der Käufer bzw. Anwender verantwortlich.

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