
Stegplatten aus Polycarbonat oder Acrylglas: Welches Material für Terrassendach und Carport?
, Von Anas Ouaari, 7 min Lesezeit

, Von Anas Ouaari, 7 min Lesezeit
Polycarbonat oder Acrylglas für Stegplatten am Terrassendach? Bruchsicherheit, Optik, Preis und Montage im Vergleich – mit klarer Empfehlung & Preisen.
Von Christian Richter · Deutsche Kunststoffbedachungen · Lesezeit ca. 5 Minuten
Kurz gesagt: Stegplatten aus Polycarbonat sind nahezu unzerbrechlich, hagelfest und deutlich günstiger – deshalb sind sie für Terrassendach, Carport und Gartenhaus in den meisten Fällen die bessere Wahl. Acrylglas-Stegplatten punkten mit etwas mehr Brillanz und Kratzfestigkeit, sind aber spröder, teurer und empfindlicher bei der Montage. Wer ein Dach sucht, das viele Jahre ohne Ärger hält, greift zu Polycarbonat mit beidseitigem UV-Schutz.
Stegplatten (auch Hohlkammer- oder Doppelstegplatten genannt) gibt es aus zwei Kunststoffen: Polycarbonat (PC) und Acrylglas (PMMA). Beide sind leicht, lichtdurchlässig und lassen sich ohne Spezialwerkzeug verlegen. Trotzdem verhalten sie sich im Alltag sehr unterschiedlich – vor allem, wenn Hagel, Hitze oder ein herabfallender Ast ins Spiel kommen.
Viele Kunden fragen uns: „Ist Acryl nicht das hochwertigere Material?“ Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an, was Ihnen wichtig ist. Wir erklären die Unterschiede so, dass Sie am Ende ganz entspannt entscheiden können.
Polycarbonat ist der schlagfesteste transparente Kunststoff, der im Dachbereich verwendet wird. Eine 16-mm-Stegplatte aus Polycarbonat übersteht Hagel, Schneerutsche vom Hauptdach und einen Ball vom Nachbarn in aller Regel ohne Bruch. Deshalb setzen wir bei unseren Terrassendach-Bausätzen und beim 16-mm-Stegplattensortiment auf Polycarbonat.
Ein Nachteil sollte nicht verschwiegen werden: Polycarbonat ist weicher als Acrylglas. Grober Schmutz, der mit Druck über die Platte gerieben wird, kann feine Kratzer hinterlassen. Mit weichem Schwamm und viel Wasser passiert das nicht.
Acrylglas-Stegplatten haben eine sehr klare, glasähnliche Optik und eine härtere Oberfläche. Sie verkratzen weniger leicht und behalten ihre Transparenz über viele Jahre. Dafür ist das Material spröder: Bei einem harten Schlag – etwa durch großen Hagel – kann Acryl reißen oder brechen. Beim Bohren und Verschrauben verlangt es außerdem mehr Sorgfalt, weil es an Spannungsstellen schnell Risse bildet.
Hinzu kommt der Preis: Acryl-Stegplatten sind je nach Stärke deutlich teurer als vergleichbare Polycarbonatplatten. Für ein Terrassendach, das täglich Wind und Wetter ausgesetzt ist, spricht das Preis-Leistungs-Verhältnis klar für Polycarbonat.
| Kriterium | Polycarbonat | Acrylglas |
|---|---|---|
| Bruchsicherheit | sehr hoch, hagelfest | mittel, spröde |
| Kratzfestigkeit | mittel | hoch |
| Optik | klar, leicht bläulich | glasklar, brillant |
| Hitzebeständigkeit | bis ca. +120 °C | bis ca. +70 °C |
| Montage | unkompliziert | vorsichtig bohren |
| Preis | günstig | teurer |
Unsere Stegplatte aus Polycarbonat 16 mm klar gibt es in den Breiten 980, 1200 und 2100 mm und in Längen bis 7 m – mit kostenlosem Zuschnitt auf Ihr Wunschmaß. Eine Platte 1200 × 2000 mm kostet aktuell 58,63 €, das entspricht rund 24 €/m². Kleinere Zuschnitte, etwa 980 × 500 mm für ein Frühbeet oder eine Reparatur, beginnen bei 11,97 €.
Neben Klar führen wir die 16-mm-Platten auch in Bronze, Opal sowie als ZEBRA-Platte mit Streifendekor – für alle, die mehr Schatten auf der Terrasse wünschen.
Hinweis: Welche Plattenstärke und welcher Sparrenabstand für Ihr Dach passen, hängt von Größe, Dachneigung und Standort ab. Nennen Sie uns Ihre Maße – wir prüfen das kostenlos für Sie: 0800 000 1766 (kostenfrei) oder info@dk-bedachungen.de.
Es gibt Situationen, in denen Acrylglas seine Stärken ausspielt: bei sehr hohen optischen Ansprüchen (etwa einem Wintergarten mit Blick in den Himmel), bei Sichtschutzelementen ohne Hagelrisiko oder bei kleinen, geschützten Flächen. Für Vollplatten – also ohne Hohlkammern – bieten wir daher Acrylglasplatten in verschiedenen Stärken an. Als Stegplatte fürs Dach empfehlen wir dagegen konsequent Polycarbonat.
Tipp aus der Montage:
Verlegen Sie Stegplatten immer mit der Kammerrichtung entlang des Gefälles und mit der UV-geschützten Seite (Aufdruck auf der Schutzfolie) nach oben. Die Folie erst nach dem Einlegen in die Profile abziehen – so bleibt die Platte bis zum Schluss kratzfrei.
Hochwertige Platten mit coextrudiertem UV-Schutz vergilben nicht nennenswert. Vergilbte Dächer stammen meist von Billigplatten ohne oder mit nur einseitigem UV-Schutz, die falsch herum verlegt wurden.
Acrylglas hält kleineren Hagel meist aus, ist aber deutlich spröder als Polycarbonat. Bei großen Hagelkörnern kann es zu Rissen oder Löchern kommen. Polycarbonat gilt als hagelfest.
Acrylglas wirkt etwas brillanter, der Unterschied ist bei klaren Stegplatten aber gering. Unsere 16-mm-Polycarbonatplatte klar hat eine Lichtdurchlässigkeit von rund 78 %. Wer weniger Wärme unter dem Dach möchte, wählt Opal, Bronze oder ZEBRA.
Davon raten wir ab. Die Materialien dehnen sich unterschiedlich aus und unterscheiden sich leicht im Farbton. Bleiben Sie in einem Dach bei einem Material und einer Stärke.
Mit lauwarmem Wasser, etwas Spülmittel und einem weichen Schwamm oder Tuch. Keine Scheuermittel, keine lösemittelhaltigen Reiniger und keinen Hochdruckreiniger mit geringem Abstand verwenden.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere anwendungstechnische Beratung nur als unverbindliche Unterstützung dient. Für die fachgerechte Anwendung und Verarbeitung unserer Produkte ist der Käufer bzw. Anwender verantwortlich.
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