
Terrassendach neu eindecken: Alte Stegplatten austauschen – Ablauf, Zubehör und Kosten
, Von Anas Ouaari, 10 min Lesezeit

, Von Anas Ouaari, 10 min Lesezeit
Alte Stegplatten am Terrassendach austauschen: So prüfen Sie die Unterkonstruktion, messen richtig aus und kalkulieren Platten und Zubehör mit echten Preisen.
Von Christian Richter · Deutsche Kunststoffbedachungen · Lesezeit ca. 5 Minuten
Kurz gesagt: Vergilbte, gerissene oder veralgte Stegplatten müssen nicht das Ende Ihres Terrassendachs sein. Ist die Unterkonstruktion aus Aluminium oder Holz noch intakt, reicht es oft, nur die Platten und das Verschleißzubehör zu erneuern. Entscheidend sind drei Dinge: die richtige Plattenstärke für Ihre Profile, exakte Maße und neue Dichtungen an den Kanten.
Stegplatten altern langsam. Viele Dächer sind 15 bis 20 Jahre alt, bevor jemand genauer hinschaut. Typische Warnzeichen sind:
Grünbelag allein ist noch kein Grund für neue Platten. Sobald aber Risse, starke Vergilbung oder Undichtigkeiten dazukommen, lohnt sich der Austausch meist mehr als jede Reparatur.
Bevor Sie bestellen, prüfen Sie die Unterkonstruktion. Sind Sparren und Pfosten gerade, fest verankert und ohne Fäulnis oder Korrosion, können Sie in der Regel nur neu eindecken. Bei morschem Holz, lockeren Fundamenten oder verbogenen Profilen sollten Sie dagegen erst die Konstruktion instand setzen lassen.
Wichtig: Ob Ihre vorhandene Unterkonstruktion für neue Platten geeignet ist, hängt von Sparrenabstand, Dachneigung, Plattenstärke und den örtlichen Schnee- und Windlasten ab. Dazu nennen wir hier bewusst keine pauschalen Werte. Lassen Sie sich im Zweifel beraten: 0800 000 1766 (kostenfrei) oder info@dk-bedachungen.de.
Die neue Platte muss in Ihre vorhandenen Profile passen. Messen Sie deshalb die alte Platte mit einem Messschieber aus, statt nur zu schätzen. Liegt Ihr altes Dach mit 16 mm starken Platten, bleiben Sie bei 16 mm – dann können Sie Schraubprofile und Dichtungsprofile weiter nutzen, sofern sie noch in Ordnung sind.
Ein Wechsel der Stärke ist möglich, bedeutet aber fast immer neue Profile. Wer von 10 mm auf 16 mm wechseln möchte, sollte das gesamte Verlegesystem mitplanen.
Auch das Material können Sie beim Austausch wechseln. Viele ältere Dächer sind mit Acrylglas gedeckt. Polycarbonat ist schlagzäher und gilt als besonders bruchfest, Acrylglas bleibt dagegen sehr klar. Welches Material zu Ihnen passt, lesen Sie in unserem Vergleich Stegplatten aus Polycarbonat oder Acrylglas.
Die Platten werden immer mit den Stegen in Gefälle-Richtung verlegt, damit Kondenswasser in den Kammern nach unten ablaufen kann. Die UV-geschützte Seite ist auf der Schutzfolie markiert und zeigt nach oben.
Die folgenden Preise stammen aus unserem Shop (Stand: Oktober 2026) und beziehen sich auf Platten im Format 980 x 3000 mm.
| Stegplatte 16 mm | Preis je Platte | ca. pro m² |
|---|---|---|
| Polycarbonat klar | 71,83 € | 24,40 € |
| Polycarbonat opal-weiß | 74,69 € | 25,40 € |
| Polycarbonat bronze | 82,02 € | 27,90 € |
| ZEBRA anthrazit | 137,90 € | 46,90 € |
Passend zum Beitrag
Stegplatte aus Polycarbonat 16 mm klar
Hagelfest · beidseitiger UV-Schutz · 10 Jahre Garantie · Zuschnitt nach Maß
ab 11,97 € je nach Maß
Zum Produkt & Maß wählen →Alle StegplattenBeispiel: Ein Terrassendach mit 3 m Tiefe und knapp 5 m Breite braucht fünf Platten. In Polycarbonat klar kostet das 359,15 €. Dazu kommen eine Rolle Kantenverschlussband 16 mm (15 m, 29,90 €) und fünf Alu-U-Profile mit Tropfnase (je 4,90 €). Das Material für das neue Eindecken liegt damit bei rund 414 €. Müssen auch Dichtungen oder Schraubprofile ersetzt werden, kommen diese Teile hinzu, etwa Auflagegummi (12,5 m für 54,90 €) oder ein Schraubprofil Mitte in 3000 mm (53,70 €).
Zu zweit ist ein normales Terrassendach meist an einem Tag neu eingedeckt. Die alten Platten geben Sie beim Wertstoffhof ab – fragen Sie vorher nach, wie Ihr Hof Kunststoffplatten annimmt.
Tipp aus der Montage: Ziehen Sie die Schutzfolie nicht in der prallen Sonne komplett ab, solange die Platte noch auf dem Boden liegt. Klappen Sie sie nur dort zurück, wo Profile aufliegen. So bleibt die Oberfläche bis zum Schluss geschützt, und Sie verwechseln Ober- und Unterseite nicht.
Ja, das geht, wenn Stärke und Breite passen. Beachten Sie aber, dass eine neue Platte neben alten, vergilbten Platten deutlich heller wirkt. Bei mehreren Schäden lohnt sich meist das komplette Dach.
Ja, bei gleicher Stärke passen die Platten in der Regel in dieselben Profile. Polycarbonat ist schlagzäher, Acrylglas bleibt klarer. Ob Ihre Unterkonstruktion zum neuen Material passt, klären wir gern in der Beratung.
Unsere 16-mm-Stegplatten gibt es in 980 mm Breite und verschiedenen Längen. Wählen Sie die passende Länge im Shop oder sprechen Sie uns an, wenn Sie Sondermaße benötigen.
Meist ist der Kantenverschluss undicht. Feuchtigkeit und Schmutz gelangen in die Kammern, dort bilden sich Algen. Neue Platten sollten daher immer mit frischem Kantenverschlussband und U-Profil montiert werden.
Das reine Erneuern der Eindeckung ändert das Bauwerk meist nicht. Die Regeln unterscheiden sich aber je nach Bundesland und Gemeinde. Fragen Sie im Zweifel beim örtlichen Bauamt nach.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere anwendungstechnische Beratung nur als unverbindliche Unterstützung dient. Für die fachgerechte Anwendung und Verarbeitung unserer Produkte ist der Käufer bzw. Anwender verantwortlich.
Christian Richter
Technischer Kundenberater · Experte für Vordächer, Bedachungen, Balkone und HPL-Platten, Deutsche Kunststoffbedachungen
Berät Privatkunden und Handwerker zu Vordächern, Terrassendächern, Balkonverkleidungen und HPL-Platten – vom Aufmaß über den Zuschnitt bis zur Montage. Fragen zum Beitrag: info@dk-bedachungen.de oder 0800 000 1766 (kostenfrei).
Weiterlesen: